historie des gebäudes und standortes

Schon im 18. Jahrhundert wurde erkannt, dass der Brauhausberg eine gute Möglichkeit für Maler und später Fotographen bietet, Bilder der Potsdamer Innenstadt, sowie der Seenlandschaft Potsdams zu erschaffen.

Zahlreiche historische Abbildungen zeugen davon.

Darüber hinaus war der Brauhausberg immer schon ein beliebtes Ausflugsziel für die Potsdamer Bürger. In den Jahrhunderten haben sich hier diverse Ausflugslokale(Petershöhe,Wackermannshöhe)

etabliert.

Im Jahre 1716 wurde in der heutigen Leipziger Straße 7-8 in einem alten Kornspeicher die königliche Brauerei errichtet, die wohl Namensgebend für den Vedutenhügel war.

Im Jahre 1804 ließ der preußische König Friedrich Wilhelm III. für seine Frau durch Andreas Ludwig Krüger auf dem Vedutenberg ein Belvedere errichten. Das Belvedere wurde im zweiten Weltkrieg beschädigt und im Jahr 1953 abgebrochen.

Prägend für die Ansicht des Brauhausberges von der Stadt aus ist die 1899 bis 1902 auf dem Gipfel errichtete ehemalige Reichskriegsschule. Das Gebäude wurde während des zweiten Weltkrieges als Reichsarchiv genutzt und durch den Krieg stark beschädigt. Schon bald nach dem Krieg wurde das Gebäude saniert und als Landtag von Brandenburg (1946 – 1952) sowie Bezirksleitung der SED (1952 – 1990) genutzt. Bis zur Fertigstellung des Stadtschlosses im Jahre 2015 tagte der Brandenburger Landtag wieder in dem Gebäude.

Der Richtung Potsdamer Innenstadt darunter liegende Hang war vor dem Krieg durch eine Wohnbebauung geprägt. Diese wurde 1945 komplett zerstört und zu Beginn der 1950er Jahre abgerissen woraufhin das gesamte Gelände brach lag. Anfang der 60er Jahren wurde der Entschluss gefasst das Gelände für die Öffentlichkeit zu entwickeln. Seit 1962 gab es im Rahmen der Zentrumsplanung Potsdams die städtebauliche Vorgabe wieder ein Aussichtsrestaurant sowie eine Schwimmhalle zu bauen.

Aufgrund der zunächst auf dem Berg noch vorhandenen Kriegsschäden und den darunter vermuteten Blindgängern findet zunächst keine Bautätiqkeit statt. Erst 1967 wird mit der Tiefenenttrümmerung begonnen und der Hang bis auf die Fundamente der einstigen Gebäude abgetragen.

 

Das zunächst durch Günther Vandenhertz als Rundbau geplante „Terrassenrestaurant am Brauhausberg“ wurde Ende der 1960er Jahre durch den Architekten Karl-Heinz Birkholz zugunsten eines zweigeschossigen, in den Hang geplanten, Baukörpers in der heutigen Gestalt ersetzt.

Die Bauarbeiten an den Fundamenten beginnen im Jahre 1970. Nach mehrjährigem Baustopp aufgrund von Materialknappheit durch den gleichzeitig startenden Neubau des Palasts der Republik in Berlin, wird die Gaststätte im Jahre 1977 zum 60. Jahrestag der Oktoberrevolution eingeweiht.

Durch eine Kooperation mit Künstlern aus Minsk –wo zuvor ein Restaurant „Potsdam“ gebaut wurde- wurde vor allem die Innenraumgestaltung aber auch Teile der Außenraumgestaltung erarbeitet und realisiert. Im November 1976 reiste eine 10-köpfige Delegation aus Minsk nach Potsdam um zusammen mit dem Architekten Karl-Heinz Birkholz den Innausbau zu gestalten.

Das am 6.November 1977 eröffnete Restaurant Minsk beinhaltete nach letzter Planung schließlich ein Restaurant mit 90 Plätzen mit einer Bar für 35 Leute, ein Selbstbedienungsrestarant mit 40 Plätzen, und einen Imbiss gegenüber der schon 1971 fertiggestellten Schwimmhalle. Darüber hinaus ist ein Ausbildungsbereich für 40 Koch- und Kellnerlehrlinge vorhanden.

Um die Zusammenarbeit mit den Künstlern aus Weißrussland und die Städtefreundschaft zwischen Potsdam und der Stadt Minsk zu repräsentieren wird an der der Stadt zugewandten Dachkante des Flachdachs eine Neontafel mit dem Schriftzug Minsk und zwei stilisierten Turmbauten des Minsker Bahnhofsvorplatzes, Architekturdenkmäler des Wiederaufbaus der im 2. Weltkrieg so zerstörten Stadt befestigt.

Bis zur deutschen Wende 1989 war das Minsk ein beliebter Treffpunkt.

Schon 1990 wurden dann die ehemaligen Potsdamer

HO-Gaststätten privatisiert. Um die Jahrtausendwende wurde das Restaurant Minsk geschlossen. Verschiedene Versuche des Neuanfangs durch die Treuhandanstalt TGL-Immobilien blieben erfolglos.

In einem Interessenbekundungsverfahren im Jahre 2014 wurde das Angebot des Landessportbundes, das eine Nutzung als Kita unter weitgehendem Erhalt der alten Gestalt vorgesehen hat, schließlich aufgrund „fehlenden Bedarfs“ abgelehnt.